Global Nomads - Catalyzing Indigenous Movements

Land und Landwirtschaft

Hat das etwas mit uns als Nachfolger Jesu zu tun?

Angesichts unbedachter Ressourcenverschwendung, rasanter Vernichtung der Biodiversität, Klimakatastrophen, Ausbeutung von Mensch und Tier für billige Kleidung und Nahrung, latente Selbstvergiftung durch Nahrungsmittel wird es besonders für die Nachfolger Jesu wichtig, sich diesem Thema zu stellen. Wir sind der Überzeugung, dass Gottes Schöpfung nicht nur Gärtnerinnen oder Landwirte angeht; nicht nur Imker, Tierliebhaberinnen, Forstleute oder Naturschützer. Gottes Schöpfung ist seit den ersten Seiten der Bibel Aufgabe des Menschen, der sich als Gegenüber Gottes wahrnimmt und versteht. Und wenn wir uns als Jünger oder Schülerinnen Jesu verstehen – gilt dies erst recht. Gott hat uns allen mit seiner Schöpfung einen wunderbaren Schatz anvertraut, den wir hätten „bebauen und behüten“ sollen. Doch wir haben unsere großartige Welt einfach nur selbstverständlich genommen, benutzt und die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten nicht nur hingenommen und ihr zugesehen, sondern uns auch maßgeblich durch unser unbedachtes Verhalten tatkräftig beteiligt. 


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Gottes Erdboden

"Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt." (Ps.24.1) Unser Planet ist Gott nicht egal. Und wenn er es für Gott nicht ist, sollte er es für uns auch nicht sein.

Wir denken, es wird Zeit umzukehren und Dinge anders zu machen, so lange noch Zeit ist. In Gemeinschaft wollen wir uns Land und Landwirtschaft widmen; wiederentdecken, was Generationen vor uns noch wussten und uns mit Kunstdünger und „Pflanzenschutzmitteln“ verloren gegangen ist, um Land nachhaltig naturnah zu bebauen und zu behüten. Leider werden die Voraussetzungen dazu regional zunehmend härter. Deshalb müssen wir kreativ werden und dürfen das alte „ora et labora“ der Mönche ernst nehmen. Vielleicht finden wir im Gespräch mit unserem Herrn heraus, was unser Land benötigt, damit es ausbalanciert bleibt und den Wetterschwankungen stand hält. Und sollte Gott nicht Wunder tun für seine Schöpfung, die er liebt? Sie „sehnt sich nach dem Offenbarwerden der Söhne Gottes“ heißt es in Röm 8,19. Wir sind gefragt, mit allem, was wir sind und haben, in Jesu Namen kreativ zu werden.

Gemeinsam Lösungen schaffen

Gemeinsam wollen wir nach Lösungen suchen für eigene Gärten und Land, aber auch Gemeinschaften, Familien oder Einzelne unterstützen, die naturnah ihr Land, Garten, Wald etc. bearbeiten wollen. Vorbild ist uns der Krameterhof im Lungau, wo ca 45ha Bergland im Sinne der „holzerschen Permakultur“ angebaut werden. Wichtig ist uns, immer zu wissen, dass wir eigentlich nichts wissen und die Haltung zu bewahren, Schülerinnen und Schüler Jesu zu sein, denn jedes Land hat seine eigene Chancen und Herausforderungen.  

Wir wollen alles lernen, was wir über naturnahe Landwirtschaft wissen müssen und dies gerne weitergeben. 

Immer wieder sollen Workshops, Seminare oder auch gemeinsame Arbeitszeiten angeboten werden, in denen wir gemeinsam lernen, Ideen sammeln, Neues ausprobieren, etc. Wir wollen Verantwortung für Gottes Schöpfung übernehmen, in dem Bereich, den Gott uns anvertraut, und diese auch anregen, wo immer es geht. Es muss auch nicht nur um Tier und Pflanzenzucht gehen. Auch wenn Menschen kein Land haben, was sie bearbeiten können – Gottes Schöpfung braucht uns auf verschiedensten Ebenen. Und wenn es z.B. um Wasserverbrauch geht... Lieben wir, was Gott liebt. Das ist Aufgabe im Reich Gottes. Unsere Erde gehört dazu.