Rückblick auf drei Jahre Erdbebenhilfe in der Türkei
Danke für eure treue Unterstützung und das Mittragen unserer Arbeit in der Erdbebenregion!
Nach drei Jahren ist unsere Arbeit in Antakya diesen Frühling zu Ende gegangen. Das Grundstück, das uns von der türkischen Regierung für eine begrenzte Zeit für unser Erdbebenhilfe-Zentrum zur Verfügung gestellt wurde, wird nun anderweitig gebraucht.
Wir sind dankbar für die vielen Begegnungen, die hier stattfanden und die praktische Hilfe, die wir dank eurer Unterstützung weitergeben durften.
Die Lage in Antakya bleibt auch drei Jahre nach dem Erdbeben von 2023 schwierig. Zwar sind inzwischen viele Wohnungen gebaut und übergeben worden – aber der Wiederaufbau ist längst nicht abgeschlossen.
Baran*, unser Regionalleiter, berichtet:
2023 bin ich aus der Türkei nach Bulgarien gezogen, in den Hub von Global Nomads. Drei Wochen später war ich wieder in der Türkei. Als das Erdbeben hier 13 große Städte zerstörte,stellte Global Nomads sofort ein Team auf die Beine und sammelte Spenden. Fünf Tage später waren wir vor Ort, teilweise noch bevor offizielle Hilfe von Seiten der Regierung eintraf.
Währen 2,5 Monaten leisteten wir intensive Nothilfe und haben täglich über 3.000 Mahlzeiten und Hygieneartikel ausgegeben. Über Wochen lag der Geruch von Leichen in der Luft, überall waren Trümmer. Unsere Tage begannen um 6 Uhr morgens und dauerten oft bis nach Mitternacht, Gespräche mit Menschen, Polizisten und sogar Militärs inklusive. Nach drei Stunden Schlaf ging es weiter.
Unser Fokus lag nicht auf Evangelisation, zumindest nicht verbal. Wir kümmerten uns einfach um die Grundbedürfnisse der Menschen. Doch die Menschen kamen von selbst auf uns zu: „Wer seid ihr? Warum macht ihr das?“ Manche sagten: „Ich habe noch nie in meinem Leben eine solche Liebe, Barmherzigkeit und Hilfsbereitschaft erlebt.“ Dann habe ich oft gesagt: Ruf deine Familie und Freunde zusammen, dann erzähle ich es euch.“ Über 500 Menschen hörten so mein persönliches Zeugnis.
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* Name aus Sicherheitsgründen geändert.
Auch wenn das Erdbebenhilfe-Zentrum geschlossen werden musste, stehen wir weiterhin in engem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort.
Wer die Menschen in der Erdbebenregion unterstützen möchte, kann dies auch künftig über uns tun. Herzlichen Dank dafür!