Rückblick erstes Jüngerschaftstraining in der Mongolei
Was Gott uns letztes Jahr beim Church Planting Training aufs Herz legte, wurde nun in der Mongolei Wirklichkeit.
In den vergangenen Wochen durfte ein Ehepaar, das viele Jahre in der Mongolei gelebt hat und sich von Gott erneut hierhin berufen weiß, ein Jüngerschafts- und Gemeindegründungstraining durchführen. unter Kasachen, Tuwinern und Urianchai. Ihr Anliegen ist es, dass in der Westmongolei, wo viele turkstämmige Volksgruppen leben, eine Jüngerschaftsbewegung entsteht und neue, sich multiplizierende Gemeinden gegründet werden:
«Herzliche Grüße aus der Mongolei!
Vor wenigen Tagen haben wir unser erstes Training in der Westmongolei abgeschlossen. Wir sind Gott so dankbar für alles, was er getan hat! Unter den Teilnehmenden sind etliche neue Gläubige und noch nicht Gläubige. Das hat erfordert, dass wir die Themen angepasst und vereinfacht haben. Viele tun sich schwer damit, flüssig zu lesen, sind es nicht gewohnt, selber in der Bibel zu lesen, und sind eher schüchtern und zurückhaltend. So hat es etwas Zeit gebraucht, bis wir ein Gespür für die Leute bekommen haben.
Michael*, der bereits im vergangenen Jahr beim Gemeindegründungstraining dabei war, unterstützte uns gemeinsam mit dem Team aus Zentralasien bei den Lehreinheiten. Ein großes Thema war Sünden bekennen und Vergebung. Die Zeugnisse von Teilnehmenden haben uns besonders bewegt: Viele erzählten, wie sie nach vielen Jahren des Nicht-Vergebens denen vergeben haben, die an ihnen schuldig geworden sind.
Eine Frau berichtete, wie etwas sie verlassen hat und sie mit Frieden und Liebe erfüllt wurde. Viele spürten Gottes Frieden, Kraft und Liebe. Es gab Buße und Bekenntnisse über Härte gegenüber anderen und so viel Erleichterung, endlich diese Lasten loszuwerden. Eine Frau sagte, sie konnte nicht aufhören zu weinen und spürte, wie sie innerlich geheilt wird – auch von den Verletzungen ihrer Kindheit.
Am Nachmittag dann der Höhepunkt: Acht Personen entschieden sich, ganz Jesus zu folgen, und wir konnten sie direkt im nahen Fluss taufen! Was für eine Freude!»
Erste Schritte
Im Laufe des Trainings gewannen die Teilnehmenden zunehmend an Sicherheit. Wer anfangs noch zögerlich war, begann laut zu beten, sich aktiv an Gesprächen zu beteiligen und selbst Kleingruppen nach dem erlernten Jüngerschaftsmodell anzuleiten. Viele wurden neu begeistert, die Gute Nachricht mit ihren Familien, Freunden und Nachbarn zu teilen.
Gegen Ende des Trainings stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Gemeinsam wurden konkrete Pläne für die kommenden Monate entwickelt: Die Prinzipien von Jüngerschaftsbewegung sollen in bestehende Gemeinden hineingetragen und Hausgemeinden multipliziert werden, indem Gläubige ermutigt werden, anderen das Gelernte weiterzugeben.
Alles beginnt im Gebet
Aufgrund neuer Quarantänebestimmungen musste das geplante regionale Anbetungs- und Gebetstreffen kurzfristig abgesagt werden. Stattdessen reiste das Team in ein tuwinisches Dorf. Dort trafen sich Gläubige aus sechs verschiedenen Volksgruppen an einem Ort, an dem drei Flüsse zusammenfließen – ein Platz, an dem seit Jahren für die Region gebetet wird. Gemeinsam beteten sie für die Westmongolei und für die Entstehung einer Jüngerschaftsbewegung unter den dort lebenden Völkern.
Betet mit uns...
- für alle Teilnehmenden des Trainings und dafür, dass Gott sein Werk in ihrem Leben fortsetzt.
- um Schutz für die neu entstehenden Hausgemeinden.
- für geistliches Wachstum der neuen Nachfolger Jesu.
- um Weisheit, Mut und Ausdauer für die lokalen Leiterinnen und Leiter.
- dass sich diese einfachen Jüngerschaftsgruppen in der gesamten Westmongolei und darüber hinaus ausbreiten.
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* Name aus Sicherheitsgründen geändert.